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1. Kapitel
von NicoleSchnitzer
(veröffentlicht am 07.07.2009)
~Ein Wolf im Löwenpelz~
“Wo werden wir meinen Bruder überhaupt treffen?”, wollte Enrico wissen. Raphael, war der Einzige, der wusste, dass er heute nach Hause kam. Toni hatte mit ihm ein Treffen vereinbart, nur wo, wusste Enrico nicht. Sein Freund hatte ein Geheimnis daraus gemacht. Nicht einmal der Weg, den sie gingen, verriet ihr Ziel. Die Orientierung hatte Enrico längst verloren. So viele Häuser waren abgerissen worden, an ihrer Stelle waren neue Wolkenkratzer entstanden. Nicht ein Geschäft, in der Fußgängerzone, wollte ihm bekannt vorkommen. Wie konnte sich eine Stadt, in fünf Jahren, nur so verändern?
“Auf dem Friedhof”, antwortete Toni ihm, während Enricos Blick von einem Hochhaus zum nächsten ging.
“Wieso auf dem Friedhof?” War das nicht ein reichlich seltsamer Ort, für ein nächtliches Treffen?
“Das ist der stillste Ort in ganz Brock und Raphael meinte, dass er dort jederzeit hin könnte, ohne unnötige Fragen beantworten zu müssen.“ Schön und gut, aber trotzdem gefiel Enrico der Gedanke nicht, seinen Bruder ausgerechnet auf dem Friedhof wieder zu sehen. Überall nur Tot, da wurden unangenehme Erinnerungen wach. Er hatte schon genug Freunde beerdigen müssen. Die unzähligen Besuche des Friedhofes reichten ihm für den Rest seines Lebens.
“Du wirst dich doch nicht etwa vor Geistern fürchten, oder?”, folgte Tonis Spot auf seinen Schweigen.
“Mein Bruder ist Furcht einflössender als jeder Geist”, meinte Enrico, sah mit finsterer Mine vor sich hin. Eigentlich stimmte diese Behauptung noch nicht einmal. Raphael war ein friedliebender Mensch. So lange man ihn nicht unnötig provozierte, hatte man von ihm nichts zu befürchten. Trotzdem konnte Enrico nicht einschätzen, wie sein Bruder auf das Wiedersehen reagieren würde. Er hatte ihn immerhin fünf Jahre lange für Tod gehalten. Kein einziges Lebenszeichen hatte Enrico ihm geschickt. Sicher nahm Raphael ihm das übel, Enrico konnte es sich ja noch nicht einmal selbst verzeihen.
“Du übertreibst. Raphael wird dir schon nicht den Kopf abreisen.” Ein Schmunzeln hatte sich auf Tonis Lippen gelegt. Sicher, den Kopf würde es Enrico nicht kosten, nur den Menschen den er Bruder nannte. Was wenn Raphael ihn gar nicht sehen wollte, nur kam um Enrico die Meinung zu sagen und dann für immer aus seinem Leben verschwand? Die Nervosität deswegen war kaum auszuhalten. Längst waren Enricos Hände eiskalt und feucht. Er konnte sie noch nicht einmal ruhig halten. In den Taschen seiner Jacke wühlte herum, als wenn er in ihnen etwas suchen würde.
“Ich weiß. Ich bin total nervös”, gab Enrico zurück. Erneut musste Toni ein Lachen hinunter schlucken. Zumindest einer von ihnen beiden hatte seinen Spaß.
“So siehst du auch aus”, spottete er. Noch einmal atmete Enrico tief durch, dann hatten sie das eiserne Tor des Friedhofes erreicht.
Beim Durchschreiten, des stets geöffnete Tores und bei ihrem Weg über die weißen Kieselsteine, fiel Enrico jeder Atemzug schwer. Längst war sein Blick wieder gen Boden gesunken, während er sich von Toni über den Friedhof führen ließen.
Was würde ihn hier wohl erwarten? Sicher gab es irgendwo einen Grabstein mit seinem Namen darauf. Eine wahrhaft grusselige Vorstellung vor diesem zu stehen. Entlang an einem Massengrab ging Toni voran. Offensichtlich war er diesen Weg schon oft gegangen. Nicht ein einziges Mal musste er sich umsehen, um sein Ziel zu finden.
Bedächtig schwieg Enrico bei diesem Gedanken. Wie oft hatte sein Freund hier wohl getrauert, ganz umsonst? Immer wieder wechselte sein Blick, von dem Weg den sie gingen, auf Toni. Dieser Ort weckte sicher wehmütige Erinnerungen in ihm.
Im Gesicht seines Freundes aber war davon nichts zu erkennen. Keine Gefühlsregung war in den smaragdgrünen Augen auszumachen. Mit leerem Blick sah Toni vor sich hin, bog dabei um eine Tanne. In der Dunkelheit war sie nur als schemenhafter Umriss zu erkennen, eben so wie die vereinzelten Gräber entlang des Weges.
Welches wohl das Enricos war?
Nur flüchtig ließ er seinen Blick über die Grabsteine schweifen. Ein Glück das es zu dunkel war, um die Schriftzüge auf ihnen lesen zu können.
Gedankenversunken versäumte Enrico nach vorn zu sehen. Als Toni inne hielt, konnte Enrico seine Schritte gerade noch so stoppen, bevor er mit ihm zusammen stieß. Ob sie den Treffpunkt schon erreicht hatten?
Nur zögernd wagte Enrico aufzusehen. War Raphael schon da und erwartete sie? Am Sockel eines Obelisken blieben seine Auge hängen. Weiß war er, mit einem bläulichen Schimmer. Verwirrt davon sah Enrico an ihm hinauf. Mindestens einen Kopf größer als er selbst, erhob sich das Denkmal. Sicher eine Gedenkstätte an Kriegshelden oder einer berühmten Persönlichkeit.
Auf halben Wege hinauf, waren Buchstaben eingraviert. Ein Schriftzug, der die gefallenen Helden des zweiten Weltkrieges ehrte?
Uninteressant, beschloss Enrico und versuchte die Worte im Dunkeln erst gar nicht zu entziffern. Stattdessen glitt sein Blick weiter hinauf, bis zur Spitze des Obelisken.
Eine zerrissene Lederjacke wehte am höchsten Punkt des Denkmals. Wer die wohl da hinauf gehängt hatte?
Mit einer hoch gezogenen Augenbraue betrachtete Enrico den weißen Marmor im schwachen Mondlicht und die schwarze Lederjacke, bevor er fragte:
"So und nun?"
"Ich dachte du willst es vielleicht sehen?", wand sich Tonis Blick wieder ihm zu. Die Kälte, die zuvor in seinem Gesicht gelegen hatte, war verschwunden, hatte einem schelmischen Grinsen Platz gemacht.
"Was sehen?", brachte Enrico diesem Blick nur misstrauisch entgegen. Toni würde doch nicht etwa behaupten wollen…?
"Dein Grab du Genie." Doch er tat es. Dieses Monstrum von Grabstein, sollte seiner sein? Dann war die Jacke da oben wohl auch...
Natürlich. Im sachten Wind, erhellt vom Schein des aufgehenden Mondes, kam er zum Vorschein. Der heulende Wolf, der auf die Rückseite seiner alten Lederjacke eingestickt war. Eine Sonderanfertigung und das Symbol seiner früheren Macht.
"Das da, ist nicht euer Ernst oder?" Mit ausgestrecktem Arm deutete Enrico auf sein eigenes Grab. Wieso musste seine Leute mit diesem Grabstein so schamlos übertreiben. Er war doch kein Held, den man ein Denkmal errichten musste, nur um an ihn zu erinnern. Oder doch? Hatten sie seinen Verlust wirklich so sehr betrauert, dass es unbedingt ein solches Grab sein musste? Schon allein der Gedanke daran war Enrico unangenehm.
"Warum?" Verstört musterten Tonis smaragdgrüne Augen ihn, während sich seine Stirn in Falten gelegt hatte. Mit dieser Reaktion hatte er wohl nicht gerechnet. Aber was hätte Enrico auch in diesem Moment anderes sagen sollen? Das alles war zu groß für ihn. Er fühlte sich einfach nicht wie eine große Persönlichkeit, die ein solches Grab verdient hatte. Ein normaler Stein, mit den Geburts- und Sterbedaten, hätte es doch auch getan, oder nicht?
"Na weil...", begann Enrico eine Antwort, bis Schritte auf dem Kieselsteinweg ihn unterbrachen. Ein schwerer Gang, der sich ihnen ohne Umwege näherte. So bekannt, das Enrico sich noch nicht einmal umdrehen musste, um zu wissen:
"Raphael", unhörbar leise sprach er diesen lang vermissten Name aus, hauchte ihn gegen das Grab, ohne sich seinem Bruder zuwenden zu können. Wie sollte er ihm, nach allem was passiert war, je wieder in die Augen sehen?
Toni hatte damit kein Problem. Das Gespräch von eben war schnell vergessen. Sofort wand er sich und seine Worte an den Mann, der auf sie zu kam:
"Ich bin zurück, wie versprochen und ich hab ihn dir mit gebracht!", den Worten folgte Tonis Hand, die dieser auf Enricos Schulter ablegte. Während er einen vorwurfsvollen Blick aufsetzte fügte er an:
"Auch wenn’s alles andere als einfach war!"
Schon die simple Berührung ließ Enrico zusammen zucken. Sein Herz schlug so schnell, das Enrico meinte es hören zu können. Heiß und Kalt wechselten sich in ihm ab. Obgleich er sich die ganze Zeit auf das Wiedersehen gefreut hatte, so fehlte ihm jetzt der Mut sich einfach umzudrehen. Ob sich Raphael überhaupt freuen konnte, ihn wieder zu sehen? Einen vorwurfsvollen Blick in Raphaels Gesicht würde er nicht ertragen.
"Ich wusste auf dich ist Verlass", sagte Raphaels mit raue Stimme. Kurz darauf folgte das ineinander schlagen zweier Hände. Tonis Gestalt verlor sich irgendwo hinter ihm, um Raphael zu begrüßen.
Den Kopf hatte Enrico in der Zwischenzeit gesenkt, so dass man unmöglich sein Gesicht erkennen konnte. Ob Raphael wohl sehr wütend war? Unter der Kapuze heraus und mit gesenkten Blick, war es Enrico unmöglich seinen Bruder zu erkennen, einzuschätzen was dieser über ihn dachte. Lediglich Tonis Schuhe und die dazu gehörigen Beine konnte sein beschränkter Blick ausmachen.
“Hast du die Waffen?”, hörte er Toni fragen. Dann wechselten vier Pistolen den Besitzer. Zwei davon steckte Toni in die Halfter an Enricos Gürtel, die anderen beiden behielt er selbst.
"Und was ist mit dir? Willst du nicht mal Hallo sagen?", richtete sich schließlich die dunkle Stimme Raphaels an Enrico und ließ ihn abermals zusammen zucken. Da halfen ihm auch die beiden Pistolen nicht. Der Vorwurf in der Stimme seines großen Bruders war nicht zu überhören. Jetzt war er endlich nach Hause zurück gekommen und hatte nicht mal ein Hallo für seinen Bruder übrig. Kein Wunder das Raphael ihm das übel nahm.
Noch einmal atmete Enrico tief durch. Er musste endlich etwas sagen, bevor er alles nur noch schlimmer machte. Die Kapuze, die er auf dem Kopf trug, schlug er zurück, der Verband um sein Gesicht musste weichen. In langsam kreisenden Bewegungen, zog Enrico ihn von seinem Gesicht. Erst als er seine Maske los war, wagte es Enrico sich umzudrehen. Von unten herauf, sah er seinen Bruder an. Fragend hatte Raphael eine Augenbraue in die Höhe gezogen. Was Enrico getan hatte, hatte ihn sicher verwirrt. Den Mund zu einem grimmigen Gesichtsausdruck geformt, wurde Enrico von ihm gemustert.
Ein verlegenes Lächeln machte sich auf Enricos Lippen breit, so wie er es automatisch immer tat, wenn er sich seiner Schuld bewusst war und auf Gnade hoffte. Den rechten Arm zog er hinter den Kopf, um sich an selbigem zu kratzen. Was sollte er jetzt nur sagen?
"Hi!", war alles was ihm spontan einfiel. Warum nur fehlten ihm hier und jetzt die Worte? Eine passender Begrüßung hätte Raphaels finstere Mine vielleicht aufgehellt. So aber musterten die blauen Augen Raphaels ihn nur. Stumm betrachtete er ihn von oben bis unten. Dem Blick konnte Enrico nicht lange standhalten. Ohne das es ihm wirklichbewusst wurde, sah er unter ihm hinweg.
Die aufkommende Stille wurde erst von Raphaels Schritten unterbrochen. Jetzt kam der Kerl auch noch auf ihn zu. Immer schneller raste Enricos Atem, das Herz in seiner Brust, als die Schritte direkt vor ihm erstarben. Nur die schwarzen Lackschuhe seines Bruders konnte Enrico erkennen, als sich Raphaels Schatten über ihn legte. Weiter wagte er einfach nicht seinen Blick zu erheben. Was kam nun? Eine Ohrfeige, einen Klaps auf den Hinterkopf, so wie früher? Oder doch der alt bewehrte Schwitzkasten?
Doch Raphael entschied sich für nichts von alle dem. Nicht ein wütendes Wort kam über seine Lippen. Selbst der eiserne Blick von eben, hatte sich aufgelockert. Als Enrico ihn wieder ansah, lag in Raphaels Augen nur die Trauer aus endlos langer Zeit.
"Du bist es wirklich!", meinte er leiser als zuvor, dann legten sich die Arme Raphaels um Enrico.
Eingenommen von der viel größeren Gestalt seines Bruders, der ihn um eine Kopflänge überragte, wirkte Enrico wie eine Puppe. Unfähig sich zu rühren oder gar etwas zu empfinden. Tat er das gerade wirklich. War er denn nicht wütend und enttäuscht darüber, das Enrico nicht schon früher zurück gekommen war?
"Tu so was nie wieder!", mahnte Raphaels nur. Gewiss nicht. Er war jetzt lange genug weggelaufen.
Ohne ein Wort schlossen Enrico die Arme um Raphael, drückte ihn an sich.
"Du hast mir gefehlt Kleiner" So sehr hatte Enrico gehofft das zu hören, dass ihm die Aussprache des simplen Satzes die Tränen in die Augen trieb. Ja gefehlt, das hatte Raphael ihm auch. Nie hätte er gedacht, das er die Streiten und Raphaels Sticheleien vermissen würde.
"Es tut mir so leid", brachte Enrico nur mit gebrochener Stimme heraus, während ihm heiße Tränen über die Wangen liefen.
"Heulsuse!"
"Du heulst doch selber", bei seinen Worten musste Enrico lächeln. Das sich auch Raphael die Tränen der Freude über ihr Wiedersehen nicht länger verkneifen konnte, hatte er genau gehört.
"Ich stör die Widersehensfreude ja nur ungern, aber wir haben bis Sonnenaufgang noch einiges zu erledigen und ich hab keine Lust bei Tag mit ihm durch die Straßen Brocks zu laufen", drängte Toni zum Aufbruch. Es war höchste Zeit, dass sie sich auf den Weg machten. Dabei fiel es Enrico so schwer sich von seinem Bruder zu trennen. Schweren Herzens ließ er von ihm ab, löste seinen Arme um Raphael. Mit dem Ärmel seiner Jacke musste sich Enrico erst einmal die Tränen vom Gesicht wichen.
“Sein Name ist von jetzt an Leon und er ist Amerikaner! Bekommst du das hin?”, erklärte Toni währenddessen.
"Ja kein Problem." Auch Raphael musste einmal mit dem Ärmel seiner Jacke über die Augen wischen, um seine Tränen loszuwerden. Erst als er wieder klar sehen konnte, sprach er weiter:
"Und? Wo werdet ihr von jetzt an wohnen?" Enricos wahre Identität im Hause Raphaels zu verbergen, war schier unmöglich. Immerhin ging dort Enricos Ehefrau ein und aus und auch Raphaels Frau hätte den Schwager sofort wieder erkannt. Egal wie dick der Mullverband auch war und wie sehr sich Enrico Mühe gegeben hätte seine Stimme zu verstellen.
"Die alte Fabrik", versuchte Toni zu erklären.
"Wir gehen nach Hause", fügte Enrico an, während er sich den Verband wieder ums Gesicht wickelte und seine Kapuze darüber zog. Nach Hause, wie gut sich das anhörte. Seit seinem sechzehnten Lebensjahr hatte er dort gewohnt. Wie die alte Fabrik wohl nach all der Zeit aussah?
"Ist das nicht ein wenig zu auffällig?", unterbrach Raphael Enricos Gedankengänge. Sicher, ins halte Hauptquartier zurück zu kehren war sicher riskant. Trotzdem.
"Ich glaube nicht das sie uns für so dumm halten", erwiderte Toni.
"Außerdem kennt keiner die Fabrik so gut wie wir. Die Red Dragons führen wir da drin allemal in die Irre", mischte sich Enrico in ihr Gespräch. Es war vielleicht nicht das beste Versteck, aber für den Anfang würde es reichen.
"Mh schon...", noch während seiner Worte legte sich Raphaels Stirn besorgt in Falten.
"Aber ist die überhaupt noch bewohnbar?" Eine gute Frage. Sicher hatten die Drachen in ihr gewütet und alles zerstört. Nachdenklich teilte Enrico den besorgten Blick Raphaels. Was wenn kein Stein mehr auf dem anderen stand, vielleicht war sie auch längst abgerissen worden, wie so viele alte Häuser hier.
"Wir sorgen schon dafür", meinte Toni zuversichtlich. Na wenigstens er dachte positiv.
"Na schön. Dann passt auf euch auf. Du ganz besonders auf ihn!" Mit einem leichten Schwenk seinen Kopfes deutete Raphael auf Enrico. Was wollte er denn damit sagen? Das Enrico nicht auf sich selbst aufpassen konnte?
"Keine Sorge, ich hab ihn schon ganz gut im Griff", entgegnete Toni. Der musste gerade reden.
"Ha, ha... Wenn ich Zeit hab lach ich mal drüber." Beleidigt ging Enrico voraus. Kein Wort des Abschiedes ließ er zurück. Über den Kieselsteinweg und an der großen Tanne vorbei, ließ er sein Grab hinter sich. Von wegen Toni hatte ihn im Griff. Wer war hier eigentlich der Chef und wer nur der Leibwächter?
"Warte gefälligst!", eilte ihm Tonis Stimme und wenig später seine Schritte hinterher.
Lange sah Raphael ihnen nach. Unweigerlich legte sich ein Lächeln auf seine sonst so ernsten Gesichtszüge. So langsam wurde es wieder wie einst. Kopfschüttelnd musste er darüber schmunzeln, wie die beiden Freunde auch in der Ferne noch stritten. Wie er das vermisst hatte.
Einen letzten Blick warf Raphael auf dass überflüssig gewordene Grab, dann setzte er sich in Bewegung. Das erst Mal überhaupt verließ er diesen Ort zufrieden und voller Zuversicht in ihre gemeinsame Zukunft.
“Leon also!”, murmelte er, dann verlor sich auch seine Gestalt im Schatten des Nadelbaumes.
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Romane
Die Wölfe
~Alte Wege, auf neuen Straßen~
von NicoleSchnitzer
Prolog
von NicoleSchnitzer
1. Kapitel
von NicoleSchnitzer
2. Kapitel
von NicoleSchnitzer
3. Kapitel
von NicoleSchnitzer
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