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2
von Unbegabt
(veröffentlicht am 16.04.2008)
Sie schaute sich noch einmal ausgiebig in ihrem Zimmer um, dort stand das Bett, der Schreibtisch, der große Kleiderschrank, und dort an die schwarze Wand gelehnt, ihr riesiger Rucksack gepackt mit den nötigen Klamotten und Sachen die ihr am Herzen lagen. Sie sammelte noch schnell die letzten Sachen ein, das Handy, ihren iPod, ein Portemonnaie mit ein wenig Kleingeld, denn der Rest war auf ihrem Postsparbuch, dass sie sicher verstaut, in einem Geheimfach ihres Rucksackes versteckt hielt. Sie kaute nervös auf ihrer Lippe herum, hatte sie wirklich alles nötige eingepackt? Sie ging im Kopf noch einmal ihre Checkliste durch. Geld. Kleider. Waschartikel. Schlafsack. Isomatte. Futter für ihre Ratte. Handy. iPod. Es schien alles gepackt zu sein. Sie nahm Spanky aus seinem Käfig und setzt in sich auf die Schulter, seinen Stammplatz. „Hast du dich auch gut von deinem Käfig verabschiedet?“ flüsterte sie ihm zu und er krabbelte ihr um den Hals herrum und fing an an ihrem Ohrläppchen zu lecken. Sie strich ihm vorsichtig mit dem Zeigefinger über den Kopf, nun konnte es los gehen. Sie trat zum Rucksack hinüber und stopfte noch schnell eine Jacke hinein. Den Rucksack geschultert und auf den Flur tretend, konnte es fast losgehen. Nun musste sie nur noch einen Zettel an ihre Eltern schreiben.
„Hallo Mama, hallo Papa. Ich bin jetzt weg, ihr wisst worum es geht, bloß habt ihr mir nie geglaubt. Ich weiß weder wann oder ob ich wiederkomme. Ich habe genung Geld gespart um für die nächsten 5-6 Monate auszukommen. Wenn ich bisdahin keinen Aushilfsjob bekommen habe, wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben als Heim zu kommen. Ich habe Spanky bei mir, ich weiß, dass wird euch das nicht gefallen, aber seine Gesundheit steht über allem, also seid unbesorgt, er kriegt alles was er braucht. Tut mir Leid das ich euch das alle nicht persönlich sage, aber das würde es mir noch schwieriger machen. Eure Katie, für immer.“
Ihr Augen brannten schmerzhaft und sie wendete sich ab und trat hinaus in den Hinterhof, in dem es übel roch. Sie ging langsam an den vertrauten Häusern vorbei, berührte hier und da Hauswände und Grundstücksmauern. Eigentlich hatte sie keine Ahnung wohin sie jetzt sollte, aber eins war klar, raus aus dieser Stadt, also ging sie in Richtung Bahnhof.
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