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6 Großmutter, konnte ich nur stammeln
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 14.02.2008)
Teil 6
Leicht verunsichert fragte mich die Bedienstete noch einmal nach meinem Namen. Nun wurde ich leicht ungeduldig und etwas zu hochmütig, was keines falls meine Absicht war, sagte ich, das habe ich Ihnen doch schon erklärt.
Ihre Miene hellte sich auf, und ich glaubte ein leichtes Aufatmen zu vernehmen. Aus dem Hinteren eines Zimmer scholl eine befehlsgewohnte Frauenstimme, „wo bleibt sie nur?“ Und so ging mir das Hausmädchen voran und führte mich in einen Raum. Gebannt blieb ich stehen. Ich hatte schon viele Herrschaftshäuser von innen gesehen. Aber so etwas noch nie. Überladen mit wunderschönen alten Möbeln, verblichene Seidentapeten, ein abgetretener Teppich, die mindestens fünf Meter hohe Decke war total schwarz, ich nehme an vom Rauch, eines überdimensionalen Kachelofen. Er nahm fast die Hälfte des Raumes ein. Das Schlimmste war für mich, er wurde mit Möbelteilen befeuert. Das alles sah ich auf einen Blick und es erschreckte mich. Wie kann man nur so leben?
Unwillkürlich schloss ich die Augen, um diesen Frevel nicht zu sehen. Eine Stimme rief mich in die Wirklichkeit. „Nun, wer sind sie? Treten sie näher, ja bitte hier zum Licht.“ Erbarmen erfüllte mich, als ich eine gebrechlich alte Frau in einem viel zu großen Sessel wahrnahm. Aber anscheinend hielt sie das Heft noch in der Hand. Gehorsam wie ich erzogen wurde, trat ich zu ihr, und fragte, „Frau Baronin von Rodenstein?“
Unverwandt schaute sie mich an und nickte. Ich trat noch einen Schritt näher und mir fielen die schäbige Decke und das alte Geschirr auf, das neben ihr stand. „Hier, das soll ich abgeben, es sind Briefe an Sie von meiner Mutter.“ Ächzend fiel ihr Kopf zur Seite.
Ich dachte schon sie sei tot, aber ihre Dame, oder wer es auch immer sein mochte, holte sofort eine Arznei, schob mich einfach beiseite und verabreichte ihr ein paar Tropfen. Begütigend leise sprach sie zu ihr, „aber Frau Baronin, was machen sie nur für Sachen, sie dürfen sich jetzt nicht aufregen, jetzt wird alles gut.“ –„Beatrice, Trixi? Flüsterte sie leise Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, das war ihr Kosename für mich.
„Großmutter, Abuela“ stammelte ich und kniete vor ihr nieder. Lange Zeit saßen wir so bei einander.Und während ich ihr von dem schrecklichen Unfall erzählte, strich sie mir immer wieder über das Haar und ihre Tränen vermischten sich mit den meinen
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7Mathilda, bitte meine Schuhe und hole eine Laterne
von ToniSchreibt
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Ein Bündel Briefe mit ungeahnten Folgen
Vier vitale lebenslustige Menschen einfach ausgelöscht
von ToniSchreibt
Teil 2 Morgen werde ich die Briefe abgeben und dann wieder zurück fliegen
von ToniSchreibt
Teil 3 Mein Name ist Beatrice Roderiques
von ToniSchreibt
4 Dort spuckt es
von ToniSchreibt
5Jäh wurde ich aus meine Träumen gerissen
von ToniSchreibt
6 Großmutter, konnte ich nur stammeln
von ToniSchreibt
7Mathilda, bitte meine Schuhe und hole eine Laterne
von ToniSchreibt
8 Ein kluger Schachzug, das musste ich zugeben
von ToniSchreibt
9 Emanuel Cortez
von ToniSchreibt
10 Er war Innenarchitekt, gerade wie ich eben von der Uni gekommen.
von ToniSchreibt
11.Ich war eine reiche Frau.
von ToniSchreibt
12 .Teilund dort erzählte er mir die Geschichte meiner Eltern
von ToniSchreibt
13Wir machen einen Zeitsprung von zwei Jahren
von ToniSchreibt
14.Chiquilla, was wird deine Abuela dazu sagen?
von ToniSchreibt
15 Ein Spanier legt großen Wert auf die Unberührtheit seiner Braut.
von ToniSchreibt
16 „Aber Trixi, noch einmal passiert das hier in der Burg nicht mehr.
von ToniSchreibt
17 Großmutter bat mich eines Abends das Bündel Briefe im Kamin zu verbrennen.
von ToniSchreibt
18 Nun habe ich die Geschichte beendet
von ToniSchreibt
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