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2 Ja die Canarios verstehen zu feiern
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 05.11.2007)
4
Sonntags darauf stand die ganze Familie in Manfreds Zimmer. „Los. Du bis entlassen.
Warum bist Du noch nicht fertig, nichts gepackt?“ Ganz verwirrt schaute er reihum, er sah nur glückliche Gesichter. „Dann wollen wir mal.“
Unterwegs wollten alle von ihm wissen, wie es dort aussieht. Johannes hatte nur ein klein wenig erzählt
Manfred schwelgte in Urlaubserinnerungen, er schien tatsächlich seine Depressionen überwunden.
„In Mogan regnet es in den Wintermonaten höchsten fünf Mal. Ansonsten scheint dort nur die Sonne.
Wir haben von dort aus nicht weit nach Playa del Ingles, da ist der Tourismus stark vertreten, aber die Dünen von Maspalomas muss man gesehen haben.
Vom Leuchtturm dort, solle es nur 80 Kilometer sein bis nach Afrika.
Auch den Baranco de Guayadeque bei Agümes werden wir uns ansehen. Dort wohnen noch einige alte Familien in Höhlen. Man darf sie besuchen, aber erst nach 10:°° da hat die Oma alles pikfein gemacht. Gegen einige Münzen darf man sogar in das Schlafzimmer sehen. Die Wände sind in den Berg gehauen und weiß gestrichen. Heizung brauchen sie keine, es hat Sommer wie Winter die gleiche Temperatur.
Ganz unten am Weg ist eine kleine Höhle, darin „wohnt der Hund“. Er meldet wenn wer kommt. Gleich daneben ist wieder eine mit ein paar Hühner und noch eine mit einer Ziege,---
Nun holte er einmal tief Luft. Und Julia musste einfach fragen, „riechst du den Duft der Mäh Mäh?“ Alle mussten lachen.
Er hatte eine richtig gesunde Farbe im Gesicht. Brigitte bemerkte es sofort. Ja Gran Canaria wird uns alle gut tun.
„Ich weiß auch noch, damals gab es am Eingang des Barancos eine Felsenkirche und gleich daneben eine Gasstätte.“
„Papa, Du erinnerst Dich auch?“ --- Ja und ganz oben wo die Berge zusammengewachsen sind, so sieht es zumindest aus, wenn man die viele Windungen fährt, dort ist eine riesige Höhle in lauter kleine Nischen geteilt alles in mühevoller Meiselarbeit in den Stein gehauen, es ist eine Gaststätte. Sie haben nur einheimische Gerichte. Und wenn ihr einmal Tapas essen wollt, dort gibt es die Besten.“
„Was sind Tapas, Papa.“ Nun musste er lachen. „Früher hatte man auf seinem Getränk einen kleinen Deckel, der wurde abgelöst von einer Scheibe Pan, das ist Weißbrot so wie bei uns Baquette. Dann kam einer auf die Idee und legte eine Scheibe Tomate drauf, ein andere Wurst, und so entstanden die Tapas.
Heute wird das alles auf Teller serviert. Wenn ihr einmal bei einer Fiesta mitmacht, werdet ihr das alles sehen. Angefangen wird mit Servelatwurst, die ist übrigens hellrosa, hat aber nichts mit dem Geschmack zu tun, dann gibt es Tomaten, kleine Sardinen, Pan, Pellkartoffeln in Meerwasser gegart, sie werden mit der Schale gegessen und heißen Papas, doch, glaubt mir.
Dazu gibt es zwei Soßen eine Salsa verde, wie die aus dem Spot von Steffi Graf mit Bruno und eine rote, schön scharf mit Paprika und Kreuzkümmel. Man trinkt dazu den Vino rojo. Später gibt es noch chuletas, das sind Koteletts. Übrigens, da alles wird aus der Hand gegessen. Und wenn der Gastgeber eine widerlich süße Torte bringt, heißt es danach ist Schluss.“
Erschöpft lehnt sich Manfred nun zurück. Brigitte sah ihn besorgt an, „gell es war zu viel.“
„Nein“ fing er gleich wieder an. Er freute sich, so aufmerksame Zuhörer zu haben. Und außerdem wurde er wieder an seine Jugendzeit erinnert.
„Vor Jahren war einmal die Rede von einem Golfplatz in Meloneras und ein Strand in Amodores“---hier unterbrach Johannes seinen Vater,
„Ja den Golfplatz gibt es und der Amadoresstrand ist der schönste, den ich bis jetzt gesehen .habe. Es ist nicht weit von Mogan dahin. Unsere Straße ist sehr gut und ziemlich gerade bei Taurito kommen wir auf die Küstenstraße und nach vielen Kurven sind wir schon am Strand. Wenn man auf der Straße weiter fährt ist man gleich in Puerto Rico, es heißt auch klein Venedig.“ Es gab so viel zu erzählen, und noch kein Ende. Alle freuten sich auf ihre neue Heimat, keiner dachte mehr an das Unglück.
„Johannes warst Du auch in Las Palmas, da ist auch ein kleiner Strand, er heißt Playa de las Canteras. Übrigens es ist ein wunderschönes Städtchen. Viele Festlichkeiten werden dort abgehalten und im Frühjahr, ich weiß nicht mehr genau ist dort eine Straße mit Blumen ausgelegt, wunderschöne Ornamente zieren den Teppich.
Ich meine zur Fronleichnam Prozession, oder für St Virgen. Und erst der Karneval, er braucht sich nicht hinter dem von Rio zu verstecken. Jede Woche ist er in einer anderen Stadt bis zum Schluss in Playa del Ingles die Sardine verbrannt wird. Das geschieht an der Playa“.
Ja die Canarios verstehen zu feiern.“ Alle waren still als er geendet hatte. Da purzelten die Fragen nur so auf ihn rein
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Hier endet das Tagebuch von Manfred
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Romane
Was wurde eigentlich aus den Leuten, die aus der Wolke kamen?
1 Leben sie noch alle
von ToniSchreibt
2 Ja die Canarios verstehen zu feiern
von ToniSchreibt
Hier endet das Tagebuch von Manfred
von ToniSchreibt
4 So hatte sie das Grauen wieder eingeholt, nur weil zwei wissbegierige Buben gestöbert hatten
von ToniSchreibt
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