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23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 16.01.2008)
Von nun an werde ich auf dem Sofa schlafen“, verkündete er.
Jede Nacht, als der Kleine ( sie war felsenfest davon überzeugt, dass es ein Junge wird) strampelte und boxte, ging sie zu seinem Vater und legte seine Hand auf ihren Bauch. „Schatz, das ist dein Sohn, er will dir sagen, dass es ihm gut geht. Merkst du wie er zappelt, er freut sich auf dich, streichele ihn einmal.“ Dabei nahm sie seine Hand und strich sachte über ihren Bauch. Doch dann hatte sie das Gefühl, Semirs Hand glitt etwas fester darüber, aber das war sicher nur Einbildung.
Semir verfolgte schon lange ihr Tun, und konnte sich keinen Reim darauf machen. Aber er verriet sich nicht.
Seine Freunde und Nachbarn klopften ihm auf die Schulter, „Na kriegt ihr nun auch Nachwuchs, wir dachten schon, du könntest nicht.“ Ihre gut gemeinten Frozzeleien kehrte sich in Wut um. Er wurde daran erinnert, dass er nicht der Vater war.
Semir ist der Sohn einer begüterten Familie. Sein Vater konnte es sich leisten, seinen Söhnen eine gute Ausbildung mitzugeben. So kam Semir in ein Internat. Aber was nutzt die beste Ausbildung, wenn es keine Arbeit gab.
Das Kind, ein Junge kam pünktlich zur Welt. Er war gesund und alle fanden, dass er seinem Vater ähnlich sehe. Semirs Mutter brachte,Kinder bilder mit um die Ähnlichkeit zu dokumentieren. Den Knick im Ohrläppchen, ---deine Nase war auch so breit, und der rechte Zeigefinger ist solang wie der Mittelfinger. Genau wie bei dir.“
Verwirrt schaut Semir in den Spiegel, alles stimmt. „Aber ich war doch nicht betrunken (wie nahe er der Wahrheit kam), es kann nicht sein, das müsste ich doch wissen.“ Er zweifelte an seinem Verstand.
Der Junge wurde auf den Namen seines Vaters getauft und keine Macht der Welt hätte Nahide davon abgehalten. Sein Vater beobachtete ihn heimlich. Nahide tat es weh, ihn so leiden zu sehen. Sollte sie das blutige Tuch zeigen? Sollte sie ihr Geheimnis lüften? Sie entschloss sich zum Stillschweigen.
Sehr oft stand Semir vor dem Bettchen des Kindes. Leise sprach er, „du sollst mein Sohn sein, wie denkst du darüber?“ Da krähte der Bub und sein Vater erschrak. „Also findest du auch, dass wir verwandt sind!“
Um sich letzt endlich Gewissheit zu verschaffen, nahm er einen Schnuller. Er musste einen Vaterschaftstest machen lassen.
Nach drei qualvollen Wochen, kam der Bescheid, „kommen sie vorbei." Ganz voll ängstlicher Erwartung, „was wird sein, bin ich es, bin ich es nicht, oder doch, was dann? Wie soll es weitergehen, kann ich ihn lieben, wenn er nicht mein Eigen ist? Wie soll ich mich Nahide gegenüber verhalten? Sie ist immer noch sehr besorgt um mich. Was soll ich tun, Was soll ich tun. Oh Allah hilf mir!“
Seine Qual während der Fahrt nahm noch zu. Beinahe hätte er einen Unfall gebaut, er fuhr zu dicht auf einen LKW auf. Bestürzt lenkte er sein Fahrzeug auf einen Rastplatz. Er zitterte am ganzen Körper.
„Nach Hause, nach Hause“ hämmerte es in seinem Kopf. „Ich nehme alles auf mich, ich will gar nichts wissen“ aber eine innere Stimme raunte ihm zu: „Sei endlich ein Mann, stelle dich, sonst wirst du deines Lebens nicht mehr froh.“
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24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
von ToniSchreibt
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
von ToniSchreibt
5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
von ToniSchreibt
Oh, Nahide schon wieder ein Problem
von ToniSchreibt
7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
von ToniSchreibt
8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
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