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19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 10.12.2007)
Nach dem Kaffee verließen die Mütter scheinbar in Gedanken versunken das Zimmer .Beide saßen nun wieder auseinander.
Er zeigte ihr einen Brief, den er schnell unter das Sitzkissen schob. Entsetzt sah sie es. Nun sprach er leise zu ihr, denn er möchte gerne ihre Stimme einmal hören, aber eingedenk der Ermahnung ihrer Mutter blieb sie stumm. Enttäuscht gab er die einseitige Unterhaltung bald auf.
Nach dem der Besuch weg war, wurde sie für ihre vorbildliche Haltung gelobt. In einem unbemerkten Augenblick griff sie zu dem Brief. Mit den Worten, „ich habe Kopfweh“, ging sie in ihr Zimmer. Bedachtsam öffnete sie den Umschlag und las verschwommen:
„Liebe Nahide,
ich muss Dich heiraten, es gefällt mir so wenig wie Dir.
Ich weiß dass Du nie eine Ehe wolltest, aber der Wille unserer Väter hat Gültigkeit.
Eines musst Du wissen: Ich werde Dir niemals in irgendeiner Weise wehtun, ich werde Dich auch nicht berühren.
Ich kann und will Dich nicht mit einer Lüge heiraten. Nur Du sollst es wissen,
ich bin schwul.
Bitte verstehe mich, verrate mich nicht. Ich tue alles was Du willst, nur heirate mich, bitte.
Semir“
Verdutzt las sie den Brief noch einmal. Einen der Männer liebt?- Nein!- Niemals!
Sie musste nachdenken. Blamabel war das erste was ihr einfiel. Was denken meine Freundinnen? Das gönne ich meinem Vater. Aber sie wissen es ja nicht. Du solltest es ja niemand sagen.
„Nahide Dummkopf“, schalt sie sich, „denk doch mal nach, du wirst nicht mehr misshandelt, beziehst keine Prügel mehr, und wirst auch nicht vergewaltigt. Das wolltest du doch.
Aber ich weiß nicht, wie läuft so eine Ehe ab? Und Kinder? Was wiegt schwerer?“ Wilde Freude erfüllte sie, „so kann ich es meinem Vater heimzahlen. Er wird sich fragen, habe ich vielleicht einmal zu feste zugeschlagen?
Lass es mich probieren“, dachte sie.
Beim nächsten Treffen war sie ganz gelassen, doch der Junge saß auf glühenden Kohlen. Sie ließ ihn zappeln. Sie sah seine Ungeduld und spürte die Macht, die sie jetzt schon über ihn hatte. Das machte sie stark. Verstohlen nickte sie mit dem Kopf und ein tiefer Atemzug hob seine Brust.
Sie schwor sich, er sollte dafür büßen was ihr der Vater angetan hatte.-
„Nahide, aber warum, er hatte dir doch nichts getan, schau ihn nur an, er ist fast noch ein Kind wie du. Sei nicht ungerecht“, so wies sie ihre Gedanken in die richtigen Schranken.
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20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
von ToniSchreibt
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
von ToniSchreibt
5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
von ToniSchreibt
Oh, Nahide schon wieder ein Problem
von ToniSchreibt
7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
von ToniSchreibt
8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
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