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18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 05.12.2007)
Nun also war es soweit, der angekündigte Besuch kam. Großvater und Vater meines Zukünftigen wollten mich „besichtigen“ wie es so Brauch ist.
Ich musste mein bestes Kleid anziehen und mein Haar öffnen. Mein Vater empfing die Gäste mit vielen Verbeugungen. Mama servierte den Tee. Jetzt begann das „Begutachten.“
Alle Schränke wurden geöffnet, sogar der Kleiderschrank. Papa war stolz, weil Mama alles so schön geordnet hatte. Unser Reichtum überzeugte die Gäste. Nun wurde auch meine Aussteuer unter die Lupe genommen und man fand nichts auszusetzen. Das Geld auf meinem Konto beeindruckte sie restlos. Meine Zukunft schien also gesichert.
Der Ruf als kleine Rebellin eilte mir voraus, doch als sie mich sahen, schienen sie restlos zufrieden. Ein sehr zartes Persönchen im Aufbruch zur Frau, mit feuersprühenden Augen stand vor ihnen. Mama hatte mein Haar lange gebürstet und es glänzte wie Seide.
Ich lief purpurrot an, als sie mich so anstarrten. Das erhöhte natürlich noch meinen Liebreiz. Hätten sie in meinen Kopf sehen können, wären sie sofort geflohen. Ich hegte Mordgedanken.
Jetzt bot ich mein Gebäck an und mein Vater versäumte nicht zu betonen, dass ich es selbst gebacken habe. So stieg ich noch im Wert, und Papa zollten sie großes Lob, weil er mich so vorbildlich erzogen hatte.
Die Ahnungslosen.
Vierzehn Tage später die gleiche Prozedur. Nur, dass jetzt die Mutter mit dem Jungen kam. Mir wurde pausenlos eingetrichtert, “benimm dich gesittet, hier auf diesem Stuhl ist dein Platz. Da drüben sitzt er.“ Es war das ganze Zimmer zwischen uns.
„Wehe, wenn du den Mund aufmachst, nur ein Wort, du kennst deinen Vater. Dann kannst du was erleben.“ Neugierig wie er wohl aussah lugte ich hinter dem Vorhang. Was ich da sah, machte mir keine Angst. Er war kein Macho, mit zögernden Schritten kam er hinter seiner Mutter. Ich harrte der Dinge, die nun kommen sollten. Artig machte ich einen Knicks vor der Frau und schlug züchtig die Augen nieder. Natürlich trug ich wieder mein Kopftuch, es schickt sich nicht vor fremden Männern.
Beide Mütter unterhielten sich und, wir Brautleute, das waren wir nun mal, sahen uns verstohlen an. Bis ich das Lachen nicht mehr halten konnte. Dem Jungen erging es genau so, trotz der Blitze aus Mamas Augen. Seine Mutter grinste zuerst und dann lachte sie mit. Ich spürte, diese Frau könnte ich lieb haben.
Schlagartig verstummten wir, als mein Vater das Zimmer betrat. Finster blickte er mich an, aber Mama beruhigte ihn, dass alles in Ordnung sei.
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19 Êinen der Männer liebt? Niemals
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
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1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
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Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
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3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
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Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
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5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
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Oh, Nahide schon wieder ein Problem
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7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
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8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
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18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
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