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17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 02.12.2007)
Jetzt geht’s zur Brautnacht, flüsterte die älteren Mädchen. Sie wussten schon Bescheid, was jetzt passierte.
Es gab keine Zärtlichkeiten für die junge Frau, im Gegenteil, sie musste den Mann verwöhnen. Was das für ein junges Mädchen bedeutete, das noch nie einen Mann nackt gesehen hatte, kann man nicht ermessen.
Brutal dringt er in sie ein und sie darf noch nicht einmal schreien. Lust wird sie nie empfinden, das ist gegen die Ehre des Mannes. Draußen stehen drei ältere Frauen, die das leicht blutige Tuch in Empfang nehmen, der Beweis, dass die Braut noch unschuldig war. So ist die Hochzeit vollzogen.
Man überlässt die Arme ihrem Schicksal. Er wird es in der Nacht noch öfter tun. Wenn sie Glück hat, wird sie ihm zuerst einen Sohn schenken. Und wenn sie nach zwei Jahren noch immer kein Kind bekommen hatte, wird sie verstoßen, oder an einen alten Mann im Gebirge verkauft.“
Ich war entsetzt als ich das hörte. „Nein, nein! Ich werde nicht heiraten, niemals! Ich werde hässlich sein wie die Nacht. Ich werde meine Haare abschneiden, bis ich aussehe wie ein Junge. Ich werde kurze Kleidung tragen bis ich ganz braun bin. Ich werde mich auf die Straße trauen, in eine Disco gehen. So will mich bestimmt keiner.“
Mit meiner Mutter sprach ich am nächsten Tag darüber und mit Nachdruck erklärte ich ihr: „Ich werde nicht heiraten und wenn ihr mich zwingt, gehe ich weit weg, wo mich niemand findet.“ Kummervoll sah sie mich an Kind mach keine Dummheiten.“-
„Bei meinen deutschen Freundinnen ist es aber so nicht, sie dürfen den Mann heiraten den sie lieben. und überhaupt sind die deutschen Männer ganz anders zu ihren Frauen. Ich weiß das genau, bemerkte ich altklug. Damit hatte ich mich von allem türkischen losgesagt. Nun behielt sie mich ständig im Auge, ich war ihr unheimlich.
Morgen ist ein besonderer Tag für dich Nahide“, sagte mein Vater beim Mittagessen. Ich hatte das kommen sehen. Wochenlang konnte ich nicht richtig schlafen und in der Schule machte ich dauern Fehler. Mir gelang keine einzige Aufgabe auf Anhieb. Ständig musste ich an den Tag X. denken. Nun war es soweit. Mama hatte die ganze Wohnung geputzt, die Vorhänge gewaschen und die Betten frisch bezogen.
„Mama, wollen die Leute bei uns übernachten?“- „Nahide red keinen Unsinn.“ Sie wusste was ich meinte. Wir gingen alle auf Socken. Eine Nachbarin half beim Kuchenbacken. Ich musste Baklava machen, das ist eine türkische Pastete. Sie ist widerlich süß und fett, keiner von uns isst sie gerne, außer mein Vater.
Nahide benimmt dich gesittet, so redete sie mir ständig zu. du bist bald fünfzehn und nächstes Jahr gehst du von der Schule ab.“-
"Mama, bitte, bettelte ich, lass mich doch die Schule beenden, es sind doch nur noch zwei Jahre. Ich hoffte, damit die Hochzeit hinauszuzögern. „Nix da, meinte sie, es ist alles schon besprochen.“ Meine Pläne einmal zu studieren um Tierärztin zu werden zerplatzten wie Seifenblasen. Tief in meinem Inneren wusste ich es schon, aber ich hatte mich in meinen Träumen so eingesponnen, dass ich es einfach nicht wahrhaben wollte. Mama bettelte ich, morgen werde ich alles so machen wie du es mich gelehrt hast, ich werde euch keine Schande machen.
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18 Er war kein Macho
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
von ToniSchreibt
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
von ToniSchreibt
5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
von ToniSchreibt
Oh, Nahide schon wieder ein Problem
von ToniSchreibt
7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
von ToniSchreibt
8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
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