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14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 22.11.2007)
Nahide wurde aus der Klinik entlassen, sie war ein sehr scheues Kind geworden. Ihre Lehrerin beschwerte sich, weil ihre Noten so rapid sanken. Von vormals eine eins in Deutsch, hatte sie jetzt eine vier.
Nahide hatte keine Freunde mehr am Lernen. Wozu auch, in der Türkei rede ich eh nur die Landessprache.“
Es vergingen Monate, und keine Vorbereitungen deuteten auf einen Umzug hin. Langsam fasste sie wieder Mut und wurde beinahe wieder die alte. Aber sie blieb wachsam, Sie wusste, dass man nicht lauschen durfte, doch sie ließ keine Gelegenheit aus um den Gesprächen der Eltern zuzuhören.
Von nun an kam jeden Monat einmal die Sozialhelferin um nach dem Rechten zu sehen. Das stank Selim gewaltig. Er ließ seinen Zorn nun an der Wohnungseinrichtung aus, und bald gab es keinen Topf mehr mit zwei Henkeln.
Nahide und Sengül mussten aus einem Teller essen. Es sprach sich in Windeseile herum, bei Echams ist der Teufel los. Die Freunde und die türkischen Familien distanzierten sich von ihm, keiner wollte etwas mit ihm zu tun haben.
„Er macht uns Schande, wir müssen froh sein wenn wir unsere Arbeit behalten dürfen.“ Und er? In der Firma wurde er geschnitten, darunter litt natürlich seine Arbeit.
Sein Chef holte ihn zu sich und redete ernsthaft mit ihm. Er fragte immer wieder bis er die Zusammenhänge begriff, er war sehr tolerant, es wurde ein überaus langes Gespräch. Ernst erläuterte er ihm, dass es in Deutschland für alles ein Gesetz gibt, und wir uns alle danach zu richten haben. Wenn er weiter hier bleiben wollte, müsste er sich fügen. "Er fragte auch, ob es ihm Spaß mache seine Familie so zu quälen.
"Nein, nein wir wollten nur so leben wie zu hause. Warum dürfen wir es nicht, wie wir es gewohnt sind? Warum müssen wir eure Gesetze befolgen, warum müssen sie auch für uns Gültigkeit haben?" fragte er erregt. "Wir sind doch keine Deutschen.“ Geduldig antwortete sein Gegenüber. „Es geht hier nicht, bei uns wird niemand gequält wir haben keinen Sklavenhandel. Jeder hat das Recht auf freie Meinung, auch die Kinder.
Warum seid ihr überhaupt hierher gekommen wenn ihr euch nicht anpassen wollt?“ Darauf wusste Selim keine Antwort. „Geh jetzt an Deine Arbeit und lass Dir nicht mehr zu schulde kommen. Ich möchte dich nicht noch einmal hierher rufen.“-
„Ich werde es beherzigen“. dann ging Selim mit gesenktem Kopf. In der Familie wurde es danach etwas ruhiger. Doch er konnte nicht vergessen. Er blieb still und ertränkte seinen Kummer.
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15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
von ToniSchreibt
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
von ToniSchreibt
5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
von ToniSchreibt
Oh, Nahide schon wieder ein Problem
von ToniSchreibt
7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
von ToniSchreibt
8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
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