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12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 21.11.2007)
So verging die Zeit. Es war schon vierzehn Uhr alle saßen am Tisch, Nahide kam nicht. Filys machte sich Sorgen, sie war es nicht gewohnt von ihrer Tochter, dass sie ohne triftigen Grund länger fortblieb. Zumal sie ihren Vater kannte.
Sie ging den Schulweg ab, und fragte die Kinder, fragte auch bei den Freundinnen. Nahide blieb verschwunden. Kummervoll ging sie nach Hause, Selim tobte. Er schlug Filys und Sengül und zertrümmerte die Wohnung. Darauf dass ihr etwas zugestoßen sein könnte, kam er nicht. Die Wohnung war ein einziges Chaos.
Filys bat ihn, „ruf die Polizei.“ Aber gerade das wollte er nicht, er fürchtete dass sein Verhalten an die Öffentlichkeit dringen würde. Er ahnte nicht, dass die Nachbarn schon lange tuschelten, wenn mal wieder einer schmerzgeplagt aufschrie. Doch keiner half, „geht uns nix an.“
In der Schule wurde sie nicht vermisst, es lag ja eine Entschuldigung vor. Fünf Tage und fünf Nächte war sie nun verschwunden. Filys wusste sich nicht mehr zu helfen und ging heimlich zur Klassenlehrerin. Diese schaltete sofort die Polizei ein. Endlose Verhöre im Hause Echam.
Jede kleinste Ecke wurde durchsucht. Die Kellertür war abgeschlossen, die Beamten wollten den Schlüssel. Keiner wusste davon. Nun wurde die Tür aufgebrochen. Ein bestialischer Gestank wehte ihnen entgegen. Sie fanden Nahide in einem erbarmungswürdigen Zustand. Völlig ausgetrocknet kam sie ins Krankenhaus. Der Notarzt war entsetzt, als er die frisch verheilten Narben auf ihrem Körper sah. Er stellte Strafantrag.
Keiner konnten etwas beweisen, und die Nachbarn schwiegen. Das Kind sei die Treppe runter gefallen, sagten alle einhellig. Und Nahide? Sie schwieg, aber sie sah ihre Familie mit hasserfüllten Augen an.
Vorläufig musste sie im Krankenhaus bleiben und noch weitere Untersuchungen über sich ergehen lassen. Selim passte das alles nicht. Nahide aber fühlte sich hier sehr wohl. Alle waren nett zu ihr. Nur in den Nächten wurde sie von schweren Alpträumen geplagt und schrie entsetzlich.
Die Nachtschwester hatte ihre liebe Not das Mädchen zu beruhigen. Am nächsten Morgen kam eine neue Ärztin und erkundigte sich wie er ihr ging. „Ich will wieder in die Schulegehen, das lernen fehlt mir.“ Sie erzählte, dass sie gute Noten habe und einmal Tierärztin werden möchte. Auch, dass der Vater bestimmt haben, dass sie heiraten muss.
„Ich will aber nicht“. Und dann bricht der ganze Kummer aus ihr heraus. Ihre Eltern wollten wieder zurück in die Türkei und sie möchte nicht mit. „Aber ich weiß nicht was ich tun soll, ich habe doch sonst niemand“. Die Ärztin war eine Kindertherapeutin, Sie nahm Nahide in den Arm, alles wird gut Kleines. Soll ich morgen mit deinem Vater reden?“
"Nein nein“. stotterte sie nur, „sonst schlägt er mich wieder.“ Sofort verschloss sich ihr Mund, sie drehte sich zur Seite und weinte bitterlich. Sie wollte auch niemand von ihrer Familie sehen. Die Ärztin wusste nun genug. „Ist ja gut, Liebes, alles wird gut.“ Jetzt wusste sie, dass alles stimmte was sie gesehen hatte Aber sie fand keine Handhabe gegen Selim. Nahide wird nichts mehr sagen und sie wollte dem Kind nicht noch mehr Schaden zufügen.
Die Ärztin wusste einen anderen Weg. Ohne Anmeldung stand sie eines Abends vor der Tür der Familie Echam. Filys öffnete. „Sind sie Nahides Mutter, ich bin Doktor Schmitt und betreue ihre Tochter, kann ich bitte ihren Mann sprechen?“ Filys deutete zur Wohnzimmertür.
„Guten Abend Herr Echam, mein Name ist Doktor Schmitt, die Ärztin ihrer Tochter.“ Murrend stand er vom Sofa auf. Soviel wusste er, dass man deutschen Frauen einen Sitzplatz anbot. Scharf sah er zu Filys und sie wusste den Blick zu deuten. Leise verließ sie mit Sengül das Zimmer. .Was hinter der verschlossenen Tür geredet wurde, bekam keiner mit. Nur als die Ärztin ging, hörte man ihre Worte:
„Ich verlasse mich auf ihr Wort Herr Echam, sie wissen, wir finden Mittel und Wege ihnen die Kindesmisshandlung nachzuweisen. Und noch etwas, bleiben sie wegen ihrer Kinder hier in Deutschland. Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben.“
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:
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
von ToniSchreibt
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
von ToniSchreibt
5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
von ToniSchreibt
Oh, Nahide schon wieder ein Problem
von ToniSchreibt
7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
von ToniSchreibt
8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
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