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3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 05.11.2007)
Hämisch fügte sie noch hinzu, „mit Söhnen kann einem das nicht passieren.“
Meine Mutter hörte sich alles gelassen an, sie wusste es ja von mir.
Hätte sie geahnt was in fünf Jahren passiert, dann hätte sie dieses „Früchtchen“ nicht auf mir sitzen lassen
Selim, Ayse’s Vater hatte es nicht leicht hier in Deutschland. Seine Weltanschauung deckte sich nicht mit dem Gastland. In ihm kam stark der Einfluss seiner Vorfahren zum Durchbruch. Dann ging er mit seinen türkischen Kollegen einen trinken.
Es wurde geredet, und geredet bis alle überzeugt waren, sie müssten die Welt verändern. Was dann zu Hause passierte konnte man sich wohl denken.
Doch heute kam er vergnügt heim. Er hatte zwei Orangen gekauft für seine beiden Mädchen, wie er sie liebevoll nannte. Lachend drückte er Filiz an sich und schwenkte Ayse in der Luft.
„Was gibt’s Gutes zu essen.“?“ Er ging schnuppernd an den Topf und hob den Deckel auf. „Hmm, das riecht aber lecker. Mach, mach mir nur was Ordentliches drauf, sonst esst ihr mir alles weg, so was Feines gibt’s nicht alle Tage“, scherzte er.
„Ich muss zugeben Filiz, du kochst besser als meine Mutter.“
Filiz machte ein ernstes Gesicht, sie ging nicht auf seinen gutmütigen Spott ein. Schweigend deckte Ayse den Tisch. Selim schickte ein kurzes Dankgebet zu Allah.
„Filiz, warum isst du nichts? Dein Maisrissotto mit Hammelfleisch ist doch wunderbar, schmeckt es dir nicht?
Komm Liebes iss und dabei schob er ihr einen Löffel voll in den Mund.
Nahide, .los sag mir, welche Leber ist den deiner Anne über die Leber gelaufen?“ Langsam wurde er unruhig. Filiz beschwichtigte ihn,
„iss nur Selim, später.“
Er legte seinen Löffel beiseite, „nun heraus mit der Sprache. Was ist passiert?“ Und erzählte Filiz mit leiser Stimme die Geschichte.den Mund.
(In Deutschland würden die Eltern das abtun mit Kinderkram.)
Er machte nicht viel Worte, er sagte nur „Klär sie auf.“
Erleichtert dass alles so glimpflich abgelaufen war, erzählte sie noch, dass sie wieder fünf DM für eine Handarbeit bekommen hatte. Er freute sich nicht mit ihr, wie er das sonst tat, die Sache beschäftigt ihn.
Hast du deine Hausaufgaben gemacht Nahide?“ „Ja Mama, ich habe eine Eins in Deutsch.“ – Das ist schön, nur wer fleißig lernt, bringt es später auch einmal zu etwas.“ Und in Gedanken fügte sie hinzu, vielleicht auch als Tierärztin. Wer weiß, Allahs Wege sind seltsam.
Weißt du Kind, wir Frauen sind in der Türkei ein nichts, wie unsere Nachbarin schon sagte, aber das darfst du nicht zu wörtlich nehmen, doch sie hat recht.
Wir müssen den Männern gehorchen, allen in der Familie. Wir müssen ihre Kinder großziehen und ihre Töchter aufklären wie zum Beispiel dich heute. Wir müssen den Haushalt in Ordnung haben, immer das Essen auf dem Tisch, wenn sie nach Hause kommen und ihre Kleidung säubern.“
„Auch ihre Schuhe putzen, Anne?“
„Ja auch die“, lächelte Filiz
„Anne,--- dürfen die Buben uns schlagen?“ Filiz drehte sich um und sieht ihr lange und ernst in die Augen. „Ja mein Kind.“
-Und warum machen sie das? Macht es ihnen Spaß?“
„Ich weiß es nicht. --- Es wird ihnen vorgelebt“
„Von wem Anne?“--- Filiz tat als habe sie es nicht gehört. „Anne, von wem?“ --- Nun musste sie Farbe bekennen. Flüsternd kommt aus ihrem Munde: „Von ihren Vätern.“
Ungläubig fragt nun Nahide: „Ja, schlagen die Männer auch ihre Frauen? Anne, jetzt machst du aber Scherze.“ Stumm schüttelte Filiz den Kopf, „es ist so.“
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
von ToniSchreibt
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
von ToniSchreibt
5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
von ToniSchreibt
Oh, Nahide schon wieder ein Problem
von ToniSchreibt
7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
von ToniSchreibt
8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
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