« Zum vorherigen Kapitel »
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 02.11.2007)
1
Es war Pause, die Kinder spielten im Schulhof. Gebannt blieb ich stehen. Ein Kind spricht sehr erregt. Sie weint dabei. „Wenn ich wieder auf die Welt komme möchte ich kein Mädchen mehr sein.“
Scheinbar sah sie einem Vogel nach, den sie sagte: “Seht ihr den Vogel, so einer möchte ich sein. Der darf alles, kann hinfliegen wohin er will.“
Mir war nicht bewusst dass ich lauschte.
Die Kinder waren hinter einer Hecke und konnten mich nicht sehen.
„Meine Anne sagt immer, dass ich alles machen muss, was mein Vater sagt, bin ich denn eine Sklavin?“ Dann sprechen die anderen Kinder durcheinander. Ich hörte nur heraus.
„Wir gehorchen auch unseren Eltern.“ -
„Ha, da muss ich nur lachen. Ihr dürft anziehen was ihr wollt, bei mir heißt es immer: „Zieh was mit langen Ärmel an und eine Strumpfhose. Deine Haut muss weiß bleiben. Jetzt im Sommer, da schwitzt man sich kaputt.
Ich darf nicht machen was ich will und ich darf auch keinen Beruf erlernen .--- Und ich werde trotzdem Tierärztin. Jawoll!“ --- Wie um sich selber Mut zu machen, kam der letzte Satz trotzig aus ihrem Munde.
Erst wenn ich vierzehn bin, darf ich mit meinen Cousin in Begleitung ausgehen. Er muss dann auf mich aufpassen. Bis dahin bleib man schön zu Hause, heißt es. Jeder kleine Junge hat mehr Freiheiten.
Alles was er tut ist richtig. Hätte ich einen Bruder, und wäre er sogar jünger als ich hätte er mehr Rechte. Ich weiß das von unseren Nachbarn. Sogar seine eigene Mutter darf er schlagen und sie kann nichts dagegen tun. Jetzt weint sie laut und kann sich nicht mehr beruhigen
Die Pausenglocke klingelte, ich ging weiter, mir gab das zu denken.
Was wissen wir von unseren ausländischen Mitmenschen und deren Kultur?
Ich beschloss der Sache auf den Grund zu gehen.
Mir gegenüber, in einer Großschneiderei, an der Nähmaschine saß eine junge Türkin, fast noch ein Kind, allerhöchstens sechzehn Jahre. Sie trug schwer an einer Schwangerschaft.
Wir waren sehr gute Arbeitskolleginnen, aber ihre privaten Verhältnisse kannte ich nicht.
In der Mittagspause saßen wir alle zusammen in der Sonne, da erzählte ich meine Begebenheit. Entsetzt sahen sich die anderen an, und so rasch als ginge ein Regenschauer nieder verließen sie mich.
Einige Tage später beim Einkaufen traf ich sie wieder und lud sie zu einer Tasse Kaffee ein. Gerade wollte ich fragen, warum sie neulich so schnell verschwunden seien, als sie selbst davon anfing.
Sie fühle sich wohl hier in Deutschland und war dankbar, dass sie hier sein durfte. Ja, es stimmt was das kleine Mädchen gesagt hatte und es ist noch lange nicht alles. Es gibt noch viel Schlimmeres. Als ich ihr dann sagte, dass ich ein Buch darüber schreiben werde, fing sie an zu weinen.
„Dann passiert ein großes Unglück.“ -
„Keine Sorge, ich werde die Handlung etwas verändern, Die Orte sowie die Personen verfremden. Es wird nichts passieren.“ –
„Bitte verrate mich nicht, die Folgen wären eine Katastrophe.
Und dann fing sie an zu erzählen. Mir stellten sich die Haare zu Berg, ich konnte nicht glauben, was sie sagte.
Wollen Sie lieber Leser daran teilhaben? Interessiert Sie das? Möchten Sie diese Geschichte lesen, dann blättern Sie um
»
Zum Kommentieren oder Weiterschreiben musst Du Dich einloggen...
«
Lies weiter
:
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
»
Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Die Geschichte eines Türkischen Mädchens
Nahide
von ToniSchreibt
1Wollen sie an ihrem Schicksal teilhaben, interessiert Sie das? Dann lesen Sie weiter
von ToniSchreibt
Um meine Arbeitskollegin nicht zu verratenwerden wir sie Nahide nennen
von ToniSchreibt
3 Ja schlagen die Männer ihreFrauen auch?
von ToniSchreibt
Draußen bellte ein Hund und sie kehrte in die Ralität zurück
von ToniSchreibt
5Mama, ich bin doch in Deutschland geboren, also bin ich deutsch
von ToniSchreibt
Oh, Nahide schon wieder ein Problem
von ToniSchreibt
7Wenn ich groß bin zahle ich Euch alles heim
von ToniSchreibt
8Sie gab ihr die Dreimonatspritze
von ToniSchreibt
9Wir hatten in der Schule Swexualunterricht
von ToniSchreibt
10 In letzterZeit war er etwas ruhiger geworden
von ToniSchreibt
11Heute hat sie den Bogen überspannt
von ToniSchreibt
12+13Sie bekommen hier die Chance für ein besseres Leben
von ToniSchreibt
14 Er blieb still und ertränkte seinen Kummer
von ToniSchreibt
15 Aber Mama, wenn er mir nicht gefällt oder er stinkt wie Jusuf
von ToniSchreibt
16Berauscht vom vielen Reichtum verließen sie das Fest
von ToniSchreibt
17Lust wird sie nie empfinden
von ToniSchreibt
18 Er war kein Macho
von ToniSchreibt
19 Êinen der Männer liebt? Niemals
von ToniSchreibt
20 Aber sie fand bald keine Ausrede mehr
von ToniSchreibt
21 Nahide sehnte sich nach einem Kind
von ToniSchreibt
22 Es ist Dein Kind
von ToniSchreibt
23 Sei endlich ein Mann
von ToniSchreibt
24 Wie kann ich ein Kind zeugen, ich bin doch schwul
von ToniSchreibt
Schluss Vorsichtig hob er das erste Mal seinen Sohn aus dem Bettchen
von ToniSchreibt
Neuerscheinungen
Autorenverzeichnis
Diskussionsforum
Anhang A
Alphabetisches Register
Regelwerk
Impressum
Weiterführende Angebote
Schriftart wechseln
Anhang B
Login
:
Neuanmeldung
« EndlessNovel.de »
« Die Geschichte eines Türkischen Mädchens »
« Inhaltsverzeichnis »
« zurück
| 689 x gelesen |
Über ToniSchreibt »