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5 Unter Hypnose erfuhr der Arzt, dass ich zwei Seelen besaß
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 31.10.2007)
13
Auf dem Einwohnermeldeamt konnte man mir keine Auskunft geben. Den Namen Best gäbe es nicht.
„Versuchen Sie es mal bei der Polizei."
Dort lachte man mich aus, und tat mich als paranoid ab. „Nur weil Sie schlecht träumen, können wir nicht den ganzen Polizeiapparat in Bewegung setzen. Gehen Sie nach Hause, oder zu einem Arzt, der kann ihnen bestimmt weiterhelfen.“ -
"Aber ich weiß es ganz bestimmt." Geknickt verließ ich das Amt. Ziellos lief ich durch die Straßen. Oft wurde ich angerempelt.
„Können Sie nicht aufpassen?"
Am Kiosk kaufte ich mir die Bildzeitung. Viel steht ja nicht drin, doch das Sudokurätsel löse ich gerne.
Es war ein schöner Novembertag. Da drüben saßen Leute auf einer Bank im Sonnenschein. „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ Und so kamen wir ins Gespräch. Da fiel mein Blick auf die fettgedruckten Zeilen.
„Neunundzwanzigjährige beging Selbstmord."
Auch mein Nachbar las mit. „Ist das nicht schlimm, dass eine junge Frau sich das Leben nimmt, warum sie es wohl tat? Wie verzweifelt musste sie gewesen sein?" Jetzt redeten alle durcheinander. „Bestimmt hatte sie Heroin genommen“,-
„Ja, vielleicht den goldenen Schuss gesetzt.“ -
„Ich würde auf kriminell tippen oder Prostitution, “ so mutmaßten alle. „ Früher wäre so was nicht passiert."
Ich konnte das nicht mehr mit anhören. Ein verzweifeltes Menschenkind schied freiwillig aus dem Leben und schon wurde es als verwerflich eingestuft, obwohl es niemand kannte. Als ich den Artikel las, fiel mir der
Name Brigitte auf. Welche Namensgleichheit. Sofort schaute ich auf das Datum,
Es war der 8.11.2006. Mir stockte das Blut in den Adern! ---Zufall?
Erregung erfasste mich, sollten meine Träume doch keine Hirngespinste sein? War ich immer in meinem Bett?
Jetzt überflog ich den ganzen Bericht.
Heute früh fand die Mutter der Verstorbenen
ihre Tochter blutüberströmt in der Badewanne.
Sie hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten.
Warum sie das tat, ist noch unbekannt.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
„Gut, dass Du mir hilfst, sprich das Mädchen, sie tat es genau wie ich. Du musst zur Polizei gehen und alles erklären.“
Längst hatte ich keine Angst mehr vor ihr, ich betrachtete sie als ein Teil meines Lebens.
Bei der Zeitung war man mir sehr hilfreich, witterten sie doch einen neuen Aufmacher.
„Jetzt kennst Du meinen Namen, sie war meine Schwester. Aber da ist noch ein kleines Kind, meine Nichte, Brigittes Tochter. Sie heißt Marie. Kümmere Dich um sie, ehe es zu spät ist“.
Unter der Hypnose erfuhr der Psychiater, dass ich zwei Seelen besaß. Es brach sich alles Bahn, was 24 Jahren in meinem zweiten Ich aufgestaut war. Jetzt begriff ich auch die Angst vor Nebel und dem Friedhof.
Ich war Marie.
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:
6Im Bad sah ich die blauen Fleckenan meinen Oberschenkel
von ToniSchreibt
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Inhaltsübersicht
Titelseite
Einführung
Romane
Elisabeth, eine Grundschullehrerin
Ihr passieren seltsame Dinge
von ToniSchreibt
Angst vorm Nebel bestimmt mein Leben,seit ich denken kann
von ToniSchreibt
Alte von der Zeit verwitterte Grabsteinesteine tauchten nebelumwoben in meinem Blickfeld auf.
von ToniSchreibt
4 Mir graute schon vor der Nacht
von ToniSchreibt
5 Unter Hypnose erfuhr der Arzt, dass ich zwei Seelen besaß
von ToniSchreibt
6Im Bad sah ich die blauen Fleckenan meinen Oberschenkel
von ToniSchreibt
7 Warum tut er mir das an, warum hilft sie mir nicht
von ToniSchreibt
8 Wir schaffen das, nur Mut, Elisabeth
von ToniSchreibt
Kathi riet mir, schreibe doch eine Geschichte darüber. Ich tat es. Das wars
von ToniSchreibt
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