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7An Schlaf war nicht zu denken, trotz der großen Erschöpfung
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 01.11.2007)
Jeder hing seinen Gedanken nach.
„Das Handy, wo ist das Handy? ---Meine Eltern und Geschwister! ---O mein Gott, warum habe ich nicht schon früher dran gedacht?
--Mama, bist du`s?" rief Hedi in den Hörer. „Wie geht es euch, seid ihr alle zusammen?" Sie holte keine Luft, dann ein befreites Atmen,
„sie sind zuhause in Saarbrücken, in Sicherheit."
Dann sprudelte sie nur so heraus, wie hier die Situation ist.
Ihre Eltern hatten schon die ganze Zeit versucht sie per Telefon zu erreichen, doch das Netz war abgeschnitten. An das Handy dachten sie nicht.
Auch ihnen viel ein großer Stein vom Herzen. War wirklich alles gut?
Horst, Hedi´s Schwiegervater, bat seine Verwandten die Wasserwerke anzurufen. "Unsere Wassertanks sind erst ein Viertel voll." Er wusste, dass zu diesem Zeitpunkt das Wasser noch nicht verseucht sein konnte. Die Rohre waren sehr tief in der Erde.
Nun bekamen die Medien Wind von der Sache. Selbst die Bundeskanzlerin machte uns Mut.
„Alles wird für euch getan."
Wirklich alles?
Menschen aus der ganzen Welt riefen uns in den Medien zu:
„Haltet durch."
Es war soweit alles erträglich, jeder hatte sich mit der Situation abgefunden. Die Frauen wechselten sich im Kochen und Saubermachen ab.
Nur das tägliche Duschen und Wäschewechseln fiel aus. Daran hatten unsere Bunkerbauer nicht gedacht.
„Ich gehe morgen hoch und wasche. Das Aggregat wird es schon aushalten.“ Es dürfte hinkommen, wir waren sehr sparsam mit dem Benzin.
„Doch warte noch ein paar Tage, lass uns erst den Vogel hochbringen.“ Mittlerweilen waren fünf Monate vergangen.
Der Vogel sang laut und zufrieden und so riskierte es Horst mit seiner Familie.
Antonia wurde geboren. Es war alles soweit in Ordnung, nur, ein Baby braucht Nahrung und Windeln. Auf letztere hatten sie sich eingestellt, auch Kleidung fertigten sie an. Aber Babynahrung konnten sie nicht mehr besorgen.
Gut, Natascha stillte noch. Wann wir der Quell versiegen? Die Erwachsene schluckten jeden Tag Vitaminpräparate, aber ein Baby? Es schien gesund zu sein, nur nahm es nicht zu. Seine Omi Brigitte, sie war Hautärztin an der Uniklinik in Mainz wollte das so nicht belassen.
„Ihr müsst in eine Klinik“. Manfred ging in Schutzkleidung zur Garage. Das Auto lief noch.
„Wir werden euch rausbringen. Natascha, mit Antonia, ihr Papa, Katharina die Tante, und der Opa sollten losfahren. Alle anderen mussten warten. Mehr Schutzkleidung war nicht vorhanden.
Hier hatten Manfred und Horst einen Fehler gemacht. Seit geraumer Zeit benutzten sie wieder ihre Wohnungen. Als sie das erste Mal die Rollläden hochzogen, standen sie erstarrt.
Grau,--- nichts als grau! ---Grau war die Erde, ---kein Funken Leben,---totale Stille,--- grau die Gräser, Bäume! –
-Wer einmal einen englischen Gruselfilm gesehen hatte, konnte es nachvollziehen.
Selbst die Sonne versteckte sich hinter grauen düsteren Wolken. ---Wie soll das enden?
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nun schafften sie voll Freude an ihrem Bau
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