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Ajax erzählt
von ToniSchreibt
(veröffentlicht am 13.10.2007)
Also, das muss mal gesagt werden, an meinen Gartenzaun wird nicht gepinkelt. Das gilt hauptsächlich für euch Zweibeiner. Bei uns gibt's eine Toikette, oder wie das Ding heißt.
Das ist mein Revier, hau ab! Da kann doch nicht jeder machen was er will, wo sind wir denn?
Ach ich sollte ja mal von vorne anfangen. Also:
ich heiße Ajax vom Kandelgrund. So steht es in meinen Papieren. Sie haben richtig gelesen, ich bin ein "VON" und habe darum blaues Blut in meinen Adern. Meine Vorfahren waren alle mehrmals gekürte Deutsche Schäferhunde. Ich bin mit Verlaub gesagt eine Schönheit. Meine Frauchen, die Nele sagt das immer.
Aber eingebildet bin ich deswegen nicht.
Ein lieber Mann mit einer Uniform brachte mich zu meiner neuen Familie. Im Auto, rumpelte es es entsetzlich. Jetzt weiß ich warum, aber damals war ich ein richtiger Dummkopf. Heute lache ich darüber. Ich fahre am liebsten Mercedes.
Gott sei Dank, das kommt eine Spielgefährtin. ---Eine Katze.---
Sissy, guck mal wen ich da habe, das ist Ajax Pass auf ihn auf."
Sie war drei Jahre alleine. Meine beiden Vorgänger waren gestorben. Sie hatte dadurch sehr viel Hundeverstand.
Das erste was ich von ihr lernte,war:
"Wenn die Feierabendglocke läutet gibts was zu fressen. Da musst du dich melden, denn Frauchen vergisst es manchmal. Immer daran erinnern!"
Es gab noch mehr Bewohner in dem Haus, da war Oma Binchen (meine allerallerliebste, natürlich erst nach Nele)
Dann Oma Greta, sie hatte einen Stock, davor fürchtete ich mich ein wenig, aber bei den Malzeiten fiel immer etwas unter den Tisch. (Nele schimpfte dann, der Hund wird zu fett.)
Am Fenster saß einer hinter Gitter,und jammerte den ganzen Tag fürchterlich. (Frauchen, brauchen wir den?)Ich kann das Gepipse bald nicht mehr hören.
Und dann kam ab und zu ein kleines Menschenkind,das lief wie ich auf vier Beinen, es heißt Carolina. Zu ihr fühlte ich mich besonders hingezogen. Mit ihr konnte man herrlich spielen und danach so richtig abschlecken.
Und nätürlichwar da noch mein Herrchen und Frauchen groß. Nele sagte Papa und Mama zu ihnen.
Jetzt war ich erstmal geschafft, von der Vorstellung und verkroch mich unter die Eckbank. Nele lockte mich mit einem wunderbaren Duft hervor. Seitdem ist Leberwurst meine Leibspeise. Wenn ich nur den weißen Kasten öffnen könnte, dort wird sie versteckt. Und wenn ich mal ganz brav war, wie Herrchen sagt, bekomme ich ein Stück.
Schon das kleine Wort "brav" und bei mir klingelt es: "Leberwurst"---Oh Seligkeit
Aber wer, oder was ist "brav?"
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Ein Geburtstagsgruß
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Ajax der Retter im Haus
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